Gesundheitstipp: Die Wegwarte – Heilpflanze des Jahres 2020

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Hallo meine Lieben,

die Wegwarte, botanischer Name Cichorium intybus, ist eine der häufigsten Wildkräutern in Deutschland und gehört zur Gattung der Korbblütler. Sie hat blaue Blüten, wächst an Weg- und Feldrändern und blüht von Juni bis Oktober. Sie braucht einen sonnigen Standort und kommt mit wenig Wasser aus.

Vor allem die Wurzel der Pflanze wird als Heilmittel verwendet. Sie wird bei Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Die Wurzel wurde ab dem 18. Jahrhundert als Kaffeeersatzpflanze, sogenannter Zichorienkaffee angebaut. Dafür wurden die Wurzeln geerntet und getrocknet. Dann wurden die getrockneten Wurzeln zerkleinert und in einer Pfanne bei kleiner Temperatur ohne Fett langsam geröstet. Nach dem Abkühlen wurden die Wurzelteile gemahlen und konnten als Kaffee aufgebrüht werden. Auch heute kann man den Ersatzkaffee leicht selbst herstellen. Übrigens kommt der Name „Muckefuck“ aus dem Französischen: Mocca faux (= falscher Kaffee).

Die Blätter wurden bereits im Mittelalter bei Leberbeschwerden, Darmträgheit und Gelbsucht verwendet. Man aß sie roh oder brühte einen Tee daraus auf. Das Wegwartenwasser war damals ein bekanntes Lebermittel.

Die Blüten wurden in Rosenwasser eingelegt und gegen Kopfschmerzen als Auflagen auf die Stirn angewandt.

Die Heilwirkung der Wegwarte beruht vor allem auf ihren Bitterstoffen Lactucin und Lactucopicrin, sowie Gerbstoffen, Inulin, Schleimstoffen und Flavonoiden, die entzündungshemmend, verdauungsfördernd, schmerzlindernd, cholesterinsenkend und appetitanregend wirken und die Fähigkeit besitzen, Schwermetalle zu binden. Meist wird sie in Kombination mit anderen Bitterpflanzen verabreicht, vor allem die Wurzel und als Tinktur oder Tee.

Wurzeln wurden schon immer magische Kräfte nachgesagt. Für die Wegwarte gibt es folgende Mythen: Eine am Tag vor Peter und Paul (29. Juni) um Mittag ausgegrabene Wurzel soll vor Gefangennahme und Gefangenschaft schützen. Eine auf nüchternen Magen verzehrte Wurzel soll dem Manne ungeahnte Kräfte verleihen. Grabe man am Jakobustag (25. Juli) eine weiße Wegwarte mit einem Geldstück ausgrabe, könne man sich unsichtbar machen.

Nach Hildegard von Bingen hilft der frische Saft der Wegwarte bei ausfallenden Augenbrauen und Wimpern. Man nehme ein Stück vom Stengel mit Blatt- und Blütenansatz, zerkaue es zwischen den Zähnen und streiche den Saft auf Brauen und Wimpern.

Maria Treben verwendet Wegwartentee zur Blutreinigung im Frühjahr.

Wir kennen Endivie, den Chicoree und Radicchio als Unterarten der Zichorie als Salat. Die Wegwarte ist in der Regel gut verträglich. Bei Allergien gegen Korbblütler können jedoch allergische Hautreaktionen auftreten.

Auf meinem Blog und meiner Website finden Sie weitere Informationen zu meiner Praxis, den Seminaren, viele Rezepte, Gesundheitstipps, Übungen und vieles mehr! Ich freue mich auf Euch!

Eure Mechthild

Mechthild Wenzelburger

Mechthild Wenzelburger


Hinweis: Alle Rezepte, Gesundheitstipps, Übungen und Informationen meiner Website und meinem Blog sind sorgfältig recherchiert und in der Praxis erprobt sowie bewährt. Dennoch geschieht die Anwendung auf eigene Verantwortung.


 

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